Gedenktag · kein eigener Feiertag

Totensonntag 2028: Datum, Tanzverbot und Regeln der Länder

Totensonntag 2028 ist am Sonntag, 26. November 2028. Der Totensonntag ist der letzte Sonntag vor dem 1. Advent und liegt deshalb immer zwischen dem 20. und dem 26. November. Ein eigener gesetzlicher Feiertag ist der Totensonntag nicht, aber alle 16 Länder schützen den Tag in ihren Feiertagsgesetzen besonders, Tanz und laute Veranstaltungen sind zeitweise verboten.

Wochentag

Sonntag

Regel

letzter Sonntag vor dem 1. Advent

Feiertag

nein, in Hessen als Sonntag

Volkstrauertag

19. November

Was am Totensonntag 2028 in den Bundesländern gilt

Jedes Land regelt selbst, was am Totensonntag verboten ist und wie lange. Wo das Gesetz den Tag ausdrücklich bezeichnet, steht die Bezeichnung in Klammern:

  • Baden-Württemberg (Totengedenktag), ab 5 Uhr: Schankveranstaltungen und öffentliche Veranstaltungen verboten, die dem Charakter des Tages nicht entsprechen, Sport bis 13 Uhr, Tanz bis 24 Uhr. § 8 Abs. 1, § 10 Nr. 4 FTG
  • Bayern (stiller Tag), 2 bis 24 Uhr: öffentliche Unterhaltung nur, wenn der ernste Charakter gewahrt bleibt, Sport ist erlaubt. Art. 3 Abs. 1 und 2 FTG
  • Berlin (Gedenk- und Trauertag), 4 bis 21 Uhr: Tanz, Musik in Schankräumen, Sport mit Unterhaltungsmusik und andere Veranstaltungen verboten, die die Ruhe des Tages stören. § 3 Abs. 6 FeiertG, § 4 FSchVO
  • Brandenburg (Gedenk- und Trauertag), 4 bis 24 Uhr: öffentliche Unterhaltung, Versammlungen unter freiem Himmel, Tanz und Schankveranstaltungen über den normalen Betrieb hinaus verboten, Sport bis 11 Uhr. § 2 Abs. 2, § 5 Abs. 2, § 6 Abs. 1 und 2 FTG
  • Bremen, 6 bis 17 Uhr: Schankveranstaltungen, gewerblicher Sport und Veranstaltungen ohne ernsten Charakter verboten, Spielhallen, Wettbüros und Spielbanken den ganzen Tag geschlossen. § 6, § 7
  • Hamburg, 6 bis 17 Uhr: Unterhaltung ohne ernsten Charakter und Musik in Gaststätten verboten. § 4 Feiertagsschutzverordnung
  • Hessen, ab 4 Uhr: Tanz, gewerblicher Sport sowie Veranstaltungen und Umzüge ohne ernsten Charakter verboten, nicht gewerblicher Sport von 4 bis 13 Uhr. § 1 Abs. 3, § 8 HFeiertagsG
  • Mecklenburg-Vorpommern (Gedenk- und Trauertag), 4 bis 24 Uhr: öffentliche Unterhaltung und Versammlungen unter freiem Himmel verboten, ab 5 Uhr auch Tanz, Schankveranstaltungen, Spielhallen, Wettbüros und Sport. § 2 Abs. 2, §§ 5, 6 FTG M-V
  • Niedersachsen, ganztägig, Schankveranstaltungen ab 5 Uhr: gewerblicher Sport, Sport mit Umzügen oder Musik und öffentliche Veranstaltungen ohne ernsten Charakter verboten. § 6 Abs. 2 NFeiertagsG
  • Nordrhein-Westfalen (stiller Feiertag), 5 bis 18 Uhr: Märkte, Sport, Spielhallen, Wetten, Musik in Gaststätten und andere Unterhaltung einschließlich Tanz verboten. § 2 Abs. 2, § 6 Abs. 2 Feiertagsgesetz NW
  • Rheinland-Pfalz, ab 4 Uhr: Versammlungen und Unterhaltung, die dem Charakter des Tages nicht entsprechen, und Tanz verboten, Sport bis 13 Uhr. §§ 6, 7, 8 LFtG
  • Saarland, ab 4 Uhr: Versammlungen und Unterhaltung, die nicht zum Tag passen, und Tanz verboten, Spielhallen geschlossen, Sport den ganzen Tag verboten. §§ 8, 9, 10 SFG
  • Sachsen (Gedenk- und Trauertag), 3 bis 24 Uhr: Tanz und andere Unterhaltung verboten, die dem ernsten Charakter widerspricht, Sport bis 11 Uhr. § 2 Nr. 2, § 6 SächsSFG
  • Sachsen-Anhalt (erhöhter Schutz), 5 bis 24 Uhr: Schankveranstaltungen, öffentlicher Sport und Veranstaltungen verboten, die nicht dem Charakter des Tages entsprechen. § 5 FeiertG LSA
  • Schleswig-Holstein (stiller Feiertag), 6 bis 20 Uhr: öffentliche Veranstaltungen verboten, die dem ernsten Charakter nicht entsprechen, auch Versammlungen ohne Bezug zum Gottesdienst. § 6 Abs. 1 SFTG
  • Thüringen (stiller Tag), 3 bis 24 Uhr: Musik und Unterhaltung in Gaststätten, öffentlicher Sport und andere Veranstaltungen verboten, die nicht zum Tag passen. § 6 Abs. 1 ThürFGtG

In Hessen ist jeder Sonntag ein gesetzlicher Feiertag, damit auch der Totensonntag. Geprüft anhand der amtlichen Gesetzestexte der Länder, Stand 24.10.2026.

Bedeutung des Totensonntags

Der Totensonntag ist in der evangelischen Kirche der Gedenktag für die Verstorbenen. Er liegt am letzten Sonntag des Kirchenjahres, eine Woche vor dem ersten Advent, und heißt deshalb auch Ewigkeitssonntag. Eingeführt hat ihn im neunzehnten Jahrhundert der preußische König für die evangelischen Gemeinden seines Landes.

In den Gottesdiensten werden die Namen der Gemeindemitglieder verlesen, die im vergangenen Kirchenjahr gestorben sind, oft wird für jeden eine Kerze entzündet. Viele Familien besuchen an diesem Tag die Gräber ihrer Angehörigen. Für Katholiken hat Allerseelen Anfang November eine ähnliche Bedeutung.

Totensonntag in den nächsten Jahren

Der Totensonntag fällt in den nächsten Jahren auf diese Sonntage, daneben steht der Volkstrauertag:

Totensonntag in den nächsten Jahren
JahrTotensonntagVolkstrauertag
2026 So, 22.11. So, 15.11.
2027 So, 21.11. So, 14.11.
2028 So, 26.11. So, 19.11.
2029 So, 25.11. So, 18.11.
2030 So, 24.11. So, 17.11.
2031 So, 23.11. So, 16.11.
2032 So, 21.11. So, 14.11.

Weitere Termine im November 2028

Rund um den Totensonntag liegen weitere besondere Tage:

Häufige Fragen

Gilt am Totensonntag 2028 ein Tanzverbot?

Ja. In allen 16 Bundesländern sind am Totensonntag öffentliche Veranstaltungen ohne ernsten Charakter, vor allem Tanz, für mehrere Stunden oder den ganzen Tag verboten. Die Zeiten legt jedes Land selbst fest, zum Beispiel in Bayern von 2 bis 24 Uhr, in Berlin von 4 bis 21 Uhr und in Hamburg von 6 bis 17 Uhr.

Wann ist Totensonntag 2029?

2029 ist der Totensonntag am Sonntag, 25. November, 2030 am Sonntag, 24. November. Der Totensonntag ist der letzte Sonntag vor dem 1. Advent und liegt deshalb immer zwischen dem 20. und dem 26. November. Den Termin bestimmt das Kirchenjahr, kein Gesetz.