Landesfeiertage in Österreich: alle Landespatrone mit Datum

Landesfeiertage: Jedes Bundesland feiert den Festtag seines Landespatrons, vom Josefitag im März bis zum Leopolditag im November. Diese Tage sind an den Schulen frei, aber keine gesetzlichen Feiertage nach dem Arbeitsruhegesetz.

Stand: Oktober 2026 · Rechtsgrundlage: § 2 Abs. 4 Z 2 Schulzeitgesetz 1985

Die nächsten Landesfeiertage

  1. Martinstag Mi · in 10 Tagen
  2. Leopolditag So · NÖ, W
  3. Josefitag Fr · Ktn., Stmk., T, Vbg.
  4. Florianitag Di · OÖ
  5. Rupertitag Fr · Sbg.
  6. Jahrestag der Volksabstimmung So · Ktn.

Die Landespatrone der neun Bundesländer

Jedes Bundesland hat einen Landespatron, an dessen Festtag die Schulen des Landes geschlossen sind. Vier Länder teilen sich den heiligen Josef, zwei den heiligen Leopold.

Landespatrone und schulfreie Landestage in Österreich
BundeslandLandespatronFesttag2027Schulgesetz
Burgenland hl. Martin Martinstag, 11. November § 48 Abs. 5 lit. a
Kärnten hl. Josef Josefitag, 19. März § 74 Abs. 4 lit. a
Gedenktag Jahrestag der Volksabstimmung, 10. Oktober
Niederösterreich hl. Leopold Leopolditag, 15. November § 83 Abs. 4 lit. a
Oberösterreich hl. Florian Florianitag, 4. Mai § 2 Abs. 4 lit. a
Salzburg hl. Rupert Rupertitag, 24. September § 2 Abs. 4 Z 2
Steiermark hl. Josef Josefitag, 19. März § 2 Abs. 6 Z 1
Tirol hl. Josef Josefitag, 19. März § 110 Abs. 2 lit. f
Vorarlberg hl. Josef Josefitag, 19. März § 3 Abs. 1 lit. a
Wien hl. Leopold Leopolditag, 15. November § 56 Abs. 4 Z 1

Schulgesetz: die Bestimmung für die Pflichtschulen im Gesetz des Landes (RIS). Den 10. Oktober nennt nur das Kärntner Schulgesetz, und zwar für die Pflichtschulen.

Termine von 2026 bis 2030

Die Landesfeiertage haben ein festes Datum, nur der Wochentag wechselt. Fällt ein Tag auf einen Samstag oder Sonntag, gibt es keinen Ersatz.

Landesfeiertage 2026 bis 2030
Tag20262027202820292030
Josefitag Ktn., Stmk., T, Vbg.
Florianitag OÖ
Rupertitag Sbg.
Jahrestag der Volksabstimmung Ktn.
Martinstag Bgld.
Leopolditag NÖ, W

Farbig: Samstag oder Sonntag. Grau: schon vorbei.

Schulfrei, aber kein gesetzlicher Feiertag

Die Landesfeiertage stehen nicht in der Liste der dreizehn Feiertage in § 7 Abs. 2 Arbeitsruhegesetz. Für Beschäftigte sind sie deshalb normale Werktage, außer Kollektivvertrag, Betriebsvereinbarung, Arbeitsvertrag oder Dienstrecht sehen etwas anderes vor.

Wer die Landespatrone sind

Hinter jedem Landesfeiertag steht ein Heiliger mit eigener Geschichte, nur Kärntens zweiter Tag erinnert an ein Ereignis.

Josefitag: Kärnten, Steiermark, Tirol und Vorarlberg

Josef von Nazaret ist nach den Evangelien der Mann Marias und der Ziehvater Jesu. Er arbeitete als Zimmermann und gilt deshalb als Patron der Handwerker und Arbeiter, außerdem der Familien. In Kärnten, der Steiermark, Tirol und Vorarlberg wird er als Landespatron verehrt, viele Pfarren feiern seinen Festtag mit einem Gottesdienst.

Florianitag: Oberösterreich

Der heilige Florian war nach der Überlieferung ein römischer Beamter, der wegen seines christlichen Glaubens in der Enns ertränkt wurde. Er gilt als Schutzpatron der Feuerwehr, deshalb feiern viele Feuerwehren rund um seinen Festtag mit Messen und Umzügen. Das Augustiner-Chorherrenstift Sankt Florian bei Linz trägt seinen Namen.

Rupertitag: Salzburg

Der heilige Rupert kam als Bischof nach Salzburg und gründete dort das Kloster Sankt Peter. Er gilt als erster Bischof von Salzburg und ist Patron des Salzburger Doms und des Landes. Rund um seinen Festtag feiert die Stadt Salzburg den Rupertikirtag mit Ständen, Fahrgeschäften und Musik.

Jahrestag der Volksabstimmung: Kärnten

Am Jahrestag der Volksabstimmung erinnert Kärnten an die Abstimmung nach dem Ersten Weltkrieg, in der sich die Bevölkerung im Süden des Landes für den Verbleib bei Österreich entschied. Das Land begeht den Tag mit Feiern und Gedenkveranstaltungen.

Martinstag: Burgenland

Martin von Tours war zuerst römischer Soldat und später Bischof von Tours. Bekannt ist die Legende, nach der er seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte. Rund um seinen Festtag gibt es Laternenumzüge der Kinder, das Martinigansl und im Burgenland das Martiniloben, bei dem der junge Wein verkostet wird.

Leopolditag: Niederösterreich und Wien

Leopold der Heilige war Markgraf von Österreich aus dem Geschlecht der Babenberger. Er gründete das Stift Klosterneuburg, in dem er begraben liegt, und wurde später heiliggesprochen. Heute ist er Landespatron von Niederösterreich und Wien. Zu Leopoldi kommen viele Menschen nach Klosterneuburg, wo beim Fasslrutschen Groß und Klein über ein riesiges Weinfass rutschen.

Häufige Fragen zu den Landesfeiertagen

Sind Landesfeiertage arbeitsfrei?

Landesfeiertage sind nicht allgemein arbeitsfrei. Die Festtage der Landespatrone stehen nicht im Arbeitsruhegesetz und sind deshalb keine gesetzlichen Feiertage. Frei haben Beschäftigte nur, wenn Kollektivvertrag, Betriebsvereinbarung, Arbeitsvertrag oder Dienstrecht das vorsehen. Im Burgenland und in Niederösterreich zählt der Tag für die Landesbediensteten zu den Feiertagen.

Welcher Landespatron gilt in mehreren Bundesländern?

Den heiligen Josef feiern Kärnten, die Steiermark, Tirol und Vorarlberg am 19. März. Den heiligen Leopold feiern Niederösterreich und Wien am 15. November. Die übrigen drei Länder haben jeweils einen eigenen Landespatron: Oberösterreich den heiligen Florian, Salzburg den heiligen Rupert und das Burgenland den heiligen Martin.

Warum hat Kärnten zwei schulfreie Landestage?

Das Kärntner Schulgesetz gibt an den Pflichtschulen neben dem Josefitag am 19. März auch den 10. Oktober frei. An diesem Tag erinnert Kärnten an die Volksabstimmung von 1920, in der sich der Süden des Landes für Österreich entschied. Für Bundesschulen wie AHS und BMHS nennt das Schulzeitgesetz diesen Tag nicht ausdrücklich.

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